Der Dreh- und Angelpunkt christlichen Glaubens

Dreh- und Angelpunkt des christlichen Glaubens ist die Auferstehung. Denn die Auferstehung zeigt, dass der Tod von einem Menschen überwunden wurde. Mit der Auferstehung wurde die „Todlosigkeit“ zur Erscheinung gebracht, d.h. sichtbar (2. Tim. 1,10). Der Tod ist die Wurzel allen Übels. Folgerichtig ist mit der Überwindung des Todes das Heil sichtbar geworden, der Mensch von allem Übel erlöst. Deshalb jubelt Paulus „Tod, wo ist dein Stachel, Hades, wo ist dein Sieg?“ (1. Kor. 15,55). Eng verbunden mit dem Tod ist die Todesangst, von der wir – insofern wir wahrhaft an das ewige Leben glauben – befreit sind (Hebr. 2,15). Wenn wir aber von der Todesangst frei sind, dann sind wir von allen Ängsten frei. Denn alle Ängste haben ihren Sitz in der Angst vor der Vernichtung. Die Todesstrafe gilt nicht umsonst als schlimmste Strafe.

Wir sind ebenfalls frei von aller Krankheit, denn Krankheiten sind nur dort möglich, wo die Angst ihre Herrschaft hat. Wer also wirklich an die Auferstehung glaubt, der ist wahrhaft befreit! In ihm werden durch die Pflege dieses Bewusstseins immer mehr Ängste und Abhängigkeiten überwunden, und durch das Heilwerden seiner Seele, auch der Leib immer mehr von Krankheiten geheilt.

Wenn aber Christus nicht auferstanden  ist, dann, schreibt Paulus, ist unser Glaube vergeblich (1. Kor. 15,14).

Begreifen wir, was der Dreh- und Angelpunkt des christlichen Glaubens ist?

Es geht nicht um ein Leben nach dem Tod.

Es geht nicht primär um Sündenvergebung.

Es geht nicht um Glauben an eine 6-Tage-Schöpfung.

Es geht nicht darum, zu glauben, dass alles in der Bibel richtig ist.

Es geht einzig und allein um die Veränderungen, die aus dem Glauben an die Auferstehung mit Notwendigkeit erwachsen müssen. Sie machen uns zu einer neuen Schöpfung (2. Kor. 5,17).

Leben wir aber nicht im oben genannten Bewusstsein (Gal. 5,25), so bleibt alles beim Alten. Wir bleiben unerlöst.

 

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