Können Ärzte Sünden vergeben?

Sie müssten es können, wenn sie Krankheiten wirklich heilen würden. So ist es jedenfalls nach dem biblischen Weltbild. Nach diesem haben Krankheiten primär keine materielle Ursache, sondern eine geistig-seelische.

In einem Bibellexikon lesen wir: Krankheit ist vielmehr (…) eine von Gott verfügte Strafe (Ex. 9,14, Nm 12, 9-14 u. 21,6, 1.Sm 15, 2.Sm 24,1, 1.Kö. 13,4-6). Jahwe selbst oder der Engel Jahwes (…) schlägt den Menschen mit Krankheit. 

Im N.T. finden sich weiterhin die at.lichen Anschauungen über die Krankheiten und ihre Ursachen wieder (Lk 13,11.16, Joh 9,2 Apg 12.23, 1 Kor 11,30-32, 2 Kor 12,7, Off 16,2; vgl. auch Röm 8,20). Mk 2,5.10f par. Jo 5,14 lassen einen engen Zusammenhang zwischen Krankheit und Sünde, Heilung und Vergebung erkennen; auch Jak 5,16 bringt das Sündenbekenntnis des Kranken mit der Heilung in Verbindung.“ (Hrg. Prof. Dr. H. Haag).

Um so mehr verwundert, dass viele Christen wie selbstverständlich medizinische Hilfe in Anspruch nehmen und sogar behaupten, Gott habe auch die Ärzte geschaffen…

Mir ist bewusst, dass ich mir mit diesem Beitrag viel Ärger einhandle. Aber für den Fortschritt unseres Glaubens ist es sehr wichtig, dass wir klar sehen lernen.

In der Tat werden auch Ärzte immer mehr auf geistig-seelische Ursachen unserer Krankheiten aufmerksam. Man subsumiert sie unter dem Begriff „Psychosomatik“. Damit nähern sie sich der biblischen Lehre. Trotzdem liegt immer noch der Akzent auf der materiellen Beeinflussung und nicht auf der Sinnesänderung des Patienten.

Natürlich geht es nicht darum, die Ärzte zu kritisieren. Ihr Wissen beziehen sie ja schließlich nicht aus dem unmittelbaren Zugang zur Wahrheit, wie ihn Christen haben könnten, sondern aus der Erforschung des Materiellen. Nein, sie richtet sich an die geistige Trägheit derer, die für sich in Anspruch nehmen, Christen zu sein.

Von uns hätten die Impulse für die Erkenntnis geistig-seelischer Ursachen der verschiedensten Krankheiten kommen müssen. Stattdessen kommen sie von der profanen Wissenschaft oder von denen, die nach Alternativen suchten, weil sie auf den bekannten Wegen keine Hilfe erhielten.

Erfreulicherweise gibt es inzwischen einige Bücher, die auch dem einfach denkenden Menschen die seelischen Muster und die Denkmuster erschließen, die mit bestimmten Krankheiten in Zusammenhang stehen. Womit natürlich nicht gesagt ist, dass damit schon das letzte Wort gesprochen sei. Schließlich befinden wir uns hier auf Neuland, das immer mehr erschlossen werden muss. Aber sie können eine Anregung sein, uns selbst auf die richtige Bahn zu bringen.

Erwähnen möchte ich die Bücher von Dr. med. Ruediger Dahlke: „Krankheit als Weg“ (mit Co-Autor Thorwald Dethlefsen), „Krankheit als Sprache der Seele“, „Krankheit als Symbol“, „Lebenskrisen und Entwicklungschancen“, aber auch das Buch von Louise L. Hay „Gesundheit für Körper und Seele“. Es gibt sicher viele mehr, aber das soll erst einmal zur Anregung genügen.

Natürlich will ich mit diesem Aufsatz nicht sagen, dass kein Christ mehr ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen soll. Ich will nur, dass wir umdenken. Uns wieder des Sinns einer Erkrankung bewusst werden, indem wir uns und Gott fragen, weshalb habe gerade ich (und jetzt) diese oder jene Krankheit?

Gott geht es nicht um schnelle Heilung, sondern um richtige Heilung, die immer an der Wurzel ansetzen muss. Wir aber wollen möglichst schnell gesund werden, um uns wieder unseren meist oberflächlichen Betätigungen und Vergnügungen hingeben zu können. So bleiben wir innerlich unverändert durch eine „überstandene“ Krankheit zurück. Sie war kein Segen für uns, sondern etwas Unnötiges, Zufälliges.

Doch in Wahrheit gibt es keinen Zufall.

Zur Weiterführung lesen Sie bitte:

Sind wir überhaupt gläubig?

Wahrer Glaube

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Ergänzung v. 27.10.2017

Die Wahrheit obigen Textes wird u.a. durch ein Nahtoderlebnis bestätigt, das eine Krebspatientin hatte. Sie berichtet: „«(…) wo ich in das Gefühl vollkommener Liebe eintauchte.
Mir war plötzlich glasklar bewusst, warum ich Krebs bekommen hatte. Und vor allem, warum man mich in dieses Leben gestellt hatte. Welche Rolle jeder einzelne Angehörige in meinem Leben spielte, in Bezug auf den grossen Plan, in dem alles
festliegt, und auf das allgemeine Wesen des Daseins.
Ich besaß in diesem Zustand eine Klarheit und Einsicht, die einfach unbeschreiblich ist. Worte scheinen diese Erfahrung nur einzuengen …» (Pim van Lommel „Endloses Bewusstsein)

 

 

 

 

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Sind wir überhaupt gläubig?

Natürlich, werden wir sagen. Schließlich sind wir ja Christen. Doch selbst da möchte ich ein Fragezeichen setzen.

Zum reichen Jüngling sagte Jesus: „Geh hin, verkaufe alles, was du hast…(Mark. 10,21). Darauf reagierte dieser unmutig und „ging traurig davon; denn er hatte viele Güter.“ (V. 22) Dann heißt es weiter: „Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen! Die Jünger aber entsetzten sich über seine Worte. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwer ist’s, ins Reich Gottes zu kommen! Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann dann selig werden?“ (V. 23-26)

Der reiche Jüngling ist also kein Christ geworden. Daran hinderte ihn der Reichtum. Die Sache mit Gott war ihm doch eine zu unsichere Sache. Da verließ er sich lieber auf das, was er hatte. Mit seinem Reichtum hatte er ausgesorgt – da war es nicht nötig, sich auf Gott zu verlassen!

Das ist die Weisheit dieser Welt, die Torheit vor Gott ist (1. Kor. 3,19). Der Weltweise vertraut nicht. Er will sich hier seinen Wohlstand, sein Auskommen sichern. Sein Leben ist von der Sorge um die irdischen Dinge geprägt.

Wenn wir unseren Tageslauf ansehen, dann werden wir feststellen, dass das voll zutrifft. Sorge muss sich ja nicht unbedingt als Sorge bemerkbar machen. Das geschieht erst dann, wenn einmal etwas nicht so klappt. Wenn wir die Arbeit verlieren, wenn das Geld knapp wird. Im Allgemeinen aber besteht unsere Sorge darin, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen.

Nun leben wir auch noch in einer Gesellschaft, deren Sozialsystem so gut ist, dass niemand durch „das Netz“ fällt. Wir sind alle recht gut abgesichert, und kaum einer möchte – wie der reiche Jüngling – diese Sicherheit aufgeben.

Der Preis besteht darin, dass wir nichts Neues erfahren. Denn irdische Absicherung war dem gottlosen Menschen schon immer wichtig. Unser Vertrauen in Gott wächst dadurch nicht. Wir sind ja nicht darauf angewiesen, zu vertrauen.

Stellen wir uns dagegen einmal vor, alle gesellschaftlichen Stützen würden wegfallen, oder gar, wir würden wieder, wie in der Frühzeit des Menschen, allein den Launen der Natur, der wilden Tiere und den ungezähmten Menschen ausgesetzt – würde uns da nicht eine unheimliche Angst und Verzweiflung überfallen?

Wenn es eine wirkliche Erlösung gibt, dann müssten wir uns auch in solchen Situationen geborgen fühlen und gewiß sein, dass Gott uns bewahrt und mit allem versorgt, ohne dass wir wieder beginnen, mit irdischen Mitteln für unsere Sicherheit und unser Auskommen zu sorgen. Denn dann würde alles wieder so werden, wie es schon immer auf Erden war.

Auf Gott zu verlassen, heißt in allen Belangen sich auf ihn zu verlassen. Ich muss zugeben, das fällt mir sehr, sehr schwer. Ich bin in dieser Hinsicht ein sehr ungläubiger Mensch, obwohl ich schon viele Erfahrungen durch den Glauben machte.

Leider habe ich auch wenig ermutigende Vorbilder und Beispiele für wirklichen Glauben in der Literatur oder gar im Leben gefunden. Selbst als Missionar ging man mit medizinischer Ausbildung in die Welt, um die sogenannten Heiden, durch diesen „Zauber“ zu ködern (ich drücke das jetzt mal so krass aus), anstatt mit göttlicher Kraft zu heilen, wie die Apostel.

Bitten wir Gott, dass unser Glaube stark wird!