Zielstrebigkeit

Wir werden ein Ziel niemals erreichen, wenn wir nicht zielstrebig auf dieses zugehen, und dabei alle Widerstände überwinden. Sich von diesem und jenem ablenken lassen, verzögert das Erreichen des Angestrebten.

Das Ziel eines Christen ist vorgegeben: Jesus Christus gleichgestaltet zu werden (Rö 8,29). Das Ziel muss von vornherein klar sein. Es dient als Ausgangspunkt der Unternehmung und nach diesem Ziel wird alles ausgerichtet. Nun habe ich bisher wenig bis überhaupt nichts dahingehend vernommen, dass ein Christ dieses Ziel überhaupt auch nur anvisierte. Eher ist es so, dass man zu hören bekommt, dass niemand IHM gleichwerden könne! Solche Leute unterlassen es also von vornherein, dieses Ziel anzustreben. Sie wollen offenbar auf Händen ins Himmelreich getragen werden…Wir erfüllen aber unsere göttliche Bestimmung nur mit dieser Vollendung. Solange diese nicht geschehen ist, bleiben wir dem Leiden unterworfen.

Das Reich Gottes, das Reich der Freiheit und Glückseligkeit besteht im gottgegebenen Vermögen des Menschen, an jedem Platz innerhalb des gesamten Weltalls glücklich und heil sein zu können, weil ein solcher Mensch einzig an das Ewige gebunden ist, und damit das Unzerstörbare (Gott) innerhalb der Schöpfung zur Offenbarung bringt (Rö 8,19; Kol 3,4; 2. Petr 1,4).

In den spirituellen Dingen, ist es nicht anders als in den weltlichen. Jeder Mensch, der in irgendeiner Weise erfolgreich war, hatte ein festes Ziel vor Augen und den Glauben, dass er fähig sei, dieses zu erreichen. Er sammelte alle Kräfte auf dieses Ziel hin.

Wer als Christ keine Zielstrebigkeit kennt, verzettelt sich weiterhin und wird immer zerstreut und seinen Schwächen unterlegen bleiben.

Die Ziellosigkeit von uns Christen ist auch in erheblichen Maße für die Verwirrung unter uns verantwortlich, die sich eben in x-beliebigen Meinungen zu einem Thema ausdrückt. Wer ziellos ist, ist schwach, da er von jedem Wind bewegt wird. Es wird keine Stärke erlangt ohne Zielstrebigkeit.

Wer aber ein Ziel vor Augen hat, und den Weg zum Ziel beschreitet, merkt, dass er immer mehr vorwärts kommt und das Alte hinter sich lässt.

Benjamin Disraeli sagte: „Nichts kann dem Willen eines Menschen trotzen, der sogar seine Existenz aufs Spiel setzt, um sein erklärtes Ziel zu erreichen.“ Werfen wir also unser altes Leben, das uns ohnehin nur Leid bringt, in die Waagschale, um die Kraft und die Herrlichkeit eines Gottessohns zu erreichen!

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