Die Irrlehren der STA und der „Zeugen Jehovas“

Irrlehren haben gemein, dass sie logisch widersprüchlich sind. Das zeigt, dass eine solche Lehre unwahr sein muss. Man kann nicht behaupten, weiß sei schwarz. Das geht einfach nicht. Solche Ungereimtheiten sind in den Lehren über den Tod bei den Siebenten Tag Adventisten und den „Zeugen Jehovas“  erkennbar.

Beide behaupten, und belegen das mit ausgesuchten Bibelstellen, dass der Mensch, wenn er physisch sterbe, völlig tot sei – also nichts den Tod überlebe. Darin unterscheiden sie sich von allen großen Kirchen und Freikirchen, die die Unsterblichkeit der Seele lehren. Auch diese Lehre wird mit Bibelstellen belegt.

Nun könnte man heute, wo zahlreiche Indizien für die Souveränität der Seele und ihr Weiterleben nach dem Tod sprechen, einfach über solche Behauptungen hinweggehen. Aber damit ist einem Anhänger der STA oder „Zeugen Jehovas“ nicht geholfen. Beide Gruppierungen verstehen sich ja als besonders biblisch und Gott treu, da sie eben nur auf die Bibel bauen und alles andere ablehnen. So sei eben die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele nur eine Übernahme aus dem Heidentum und die Erfahrungen der Menschen, die für ein Überleben sprechen, Täuschungen Satans.

Selbstverständlich kann man niemals einen Zugang zur Wahrheit finden, wenn man nur die Bibel aus sich selbst verstehen will. Die Texte nehmen auf die Realität als solche und wie sie im zeitgeschichtlich – kulturellen Rahmen erfahrbar war, Bezug. Wir würden heute noch denken, dass die Erde eine Scheibe sei und die Sonne sich um sie drehe, wenn wir nur die Bibel akzeptierten. Wer also eine Sonderlehre aufrecht erhalten will, muss die Realität, oder Teile von ihr, ignorieren.

 

Doch wenden wir uns nun der Lehre der STA zu (die Lehre der „Zeugen Jehovas“ erledigt sich da gleich mit).

Die STA stellt fest: „Besitzt der Mensch keine Unsterblichkeit, enden bei seinem Tod Denken, Fühlen, Wollen und Handeln (Prediger 9,5.6.10). Die Bibel vergleicht seinen Zustand mit einem Schlaf, aus dem er am Ende der Welt aufwachen wird (Johannes 11,11; Daniel 12,13).“  (Quelle: Internationales Bibelstudien – Institut )Hier ist bereits der erste Widerspruch feststellbar. Wenn der Mensch schläft, dann ist er eben nur geistig-seelisch abwesend, aber nicht tot! Wenn also der Tod mit dem Schlaf vergleichbar sei, dann ist eben die Seele geistig-seelisch für immer vom Körper abwesend, aber selbst nicht tot!

„Die Macht des Todes kann die Persönlichkeit nicht zerstören oder auflösen. Wenn wir auch einen völlig neuen Leib [bei der Auferstehung] erhalten, so bleibt doch die Individualität bestehen.“ (Quelle: Eberhard Fischdick in „Was erwartet uns nach dem Tod?“, GTB 1986) Wenn also die Persönlichkeit, die Individualität durch den Tod nicht zerstört wird, dann lebt ja doch die Seele weiter. Denn es ist ja gerade die Persönlichkeit, die Individualität, die einen Menschen vom anderen unterscheidet. Der Leib ist bei allen Menschen im Wesentlichen gleich, also das Unindividuelle. Deshalb sagt Jesus eindeutig: „Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib zu verderben vermag in der Hölle.“ (Mt. 10,28)

Die Seele kann den Tod in sich tragen, wie das beim Sündenfall begann und damit den Leibestod bewirken und sie kann so verdorben werden, dass sie ihr Leben als Qual empfindet, aber sie kann niemals getötet werden. In diesem Sinne ist die Seele unsterblich. Aber die Bibel unterscheidet von dieser Unsterblichkeit eine andere: Der Mensch ist in der Tat nur vollständig, wenn er einen physischen Körper hat. Diese Unsterblichkeit erlangt er erst, wenn seine Seele von den sündigen, also den tödlichen Inhalten vollständig gereinigt ist.

 

 

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