Die größte Befreiungsaktion aller Zeiten

Das hatte es bis dahin noch nicht gegeben: Ein Mensch wird zu Tode geschunden und steht nach drei Tagen von den Toten wieder auf! Aber nicht so, wie ein Scheintoter wieder ins Dasein zurückkehrt, sondern in einem physischen Leib von einer neuen Qualität! Einem Leib, der, wie der erste Leib der Menschheit, der Leib Adams, unmittelbar aus der geistigen Welt verdichtet, materialisiert wurde.

Einen Hinweis auf diesen Materialisationsprozess finden wir in der kurzen Andeutung des noli me tangere „Rühre mich nicht an“ (Jo 20,17) , als Maria Magdalena ihn offensichtlich berühren wollte. Die Dichte seines Körpers ließ das noch nicht zu. Während bei der Begegnung mit dem ungläubigen Thomas dieser sogar aufgefordert wurde, seinen Finger in die Wunden Jesu zu legen (Jo 20,24-28). Nun hatte also der neue Leib unseres HErrn die Beschaffenheit, wie wir sie von uns kennen. Aber die äußere Erscheinungsform täuschte: Dieser Leib war nicht mehr der Verwesung unterworfen. Er konnte beliebig materialisiert und dematerialisiert werden. Das Auffahren in den Himmel (Luk 24, 50-53) ist ein Dematerialisieren seines Leibes gewesen. Das Verwesliche hatte erstmals das Unverwesliche angezogen, ein Prozess, der auch im Leben eines jeden wahrhaft Gläubigen stattfinden soll (1. Kor 15,54).

„Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?…(1. Kor 15.55).

Weil wir, als Kinder Gottes – gleichen Geschlechts wie der Sohn (Hebr 2,11) – Fleisch und Blut haben, musste der Sohn auch Fleisch und Blut annehmen, um uns, die wir „durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mußten“, erlösen zu können (Hebr. 2,15). Der Tod ist das Grundübel der Menschheit und die Gefangenschaft des menschlichen Geistes konnte nur beendet werden, indem dem Menschen gezeigt wurde, es gibt keine wirkliche Vernichtung, wie sie durch die Wahrnehmungen in der physischen Welt suggeriert wird.

Nun gibt es für den Menschen nichts mehr zu fürchten! Er kann aufatmen, tief durchatmen! Wir sind frei, absolut frei! 

Freilich müssen wir diese Tatsache in einem lebenslangem Prozess der Heiligung erst richtig verinnerlichen. Es muss uns diese Tatsache so recht deutlich werden.

Hurra, wir haben nicht länger einen sklavischen Geist, der sich vor so vielem fürchtet, sondern die Furcht kann völlig besiegt werden! (Rö 8,15). Nicht länger sind wir den Elementen dieser Welt unterworfen (Gal 4,9; Kol 2,8; Kol 2,20). Deshalb eröffnen sich uns ungeahnte Perspektiven„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.“ Joh 14,12, Mark 16,18) !

Christen müssen nicht mehr irgendwelche Forderungen, von wem sie auch kommen mögen, erfüllen. Sie sind frei, ihr göttliches Leben (2. Petr 1,4) zu verwirklichen. Damit muss nicht gewartet werden, jeder kann sofort damit beginnen, der das begreift!

Wer allerdings das nicht irgendwann zu fassen vermag, wird natürlich weiterhin von Ängsten der vielfältigsten Art beherrscht bleiben und so weiter als ein Unfreier und Leidender durch die Welt gehen. Er wird der „Alte Mensch“ bleiben, auch wenn er meint, erlöst zu sein.

Wir können die Welt überwinden, weil Jesus es konnte und wir aus gleicher Quelle und Kraft leben.  „Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Joh 16,33)
„Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube. (1. Jo 5,4)

 

 

 

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